Isabella Biermann

Isabella ist die geborene Next Generation: Energiegeladen, politisch aufmerksam und digital vernetzt, unterstützt sie das JESTeam als Werkstudentin bei Projekten zur Zukunft der Stadtgestaltung.  
 

Isabella Biermann hat während ihres interdisziplinären Studiums in Kommunikations- und Kulturwissenschaften ihre Leidenschaft für den Zusammenhang von Stadträumen und Menschen entdeckt. In ihrer Forschung über den Einfluss von Grünflächen auf die Psyche des Menschen sowie während ihres Erasmus-Aufenthalts in Madrid lernte sie viel über den Zusammenhang von Umgebung und Wohlbefinden. Eben diesen Spirit bringt sie bei JES an. Inspiriert von einem Polis-Artikel von Julia Erdmann, kontaktierte die gebürtige Schweizerin die JES-Gründerin und war sofort Feuer und Flamme für Socialtecture. 

 

Isabella kommuniziert, beschreibt und entwirft mit ungeheurer Energie neue Ideen für die Zukunft der Stadt. In alle Projekte bringt sie ihre frische Perspektive ein: Als Digital Native ebenso wie als ehemalige Mitarbeiterin des Stadtplanungs- und Tiefbauamt Bern. In dieser Zeit lernte sie ganz konkret die Vielfalt und Möglichkeiten des öffentlichen Raumes kennen – und war sich sicher, dass sie diese Erfahrungen vertiefen möchte. Seit 2018 studiert sie Urban Design an der HafenCity Universität und arbeitet seitdem als Werkstudentin bei JES. Stets mit dem klaren Ziel vor Augen, mit Menschen Städte für Menschen zu schaffen! 

 

 

Socialtecture ist für mich die Zukunft der Stadt und somit der Menschen. Es geht nicht nur um eine Ansichtsweise oder Modeerscheinung. Es ist eine Handlung, oder vielmehr: die Handlung. Tosocialtect ist für mich ein Verb, das jeder Mensch, der mit Stadt zu tun hat, im Sprachgebrauch haben sollte. Damit ist das Inbetween, das Ungreifbare gemeint, das in der Stadt auf harte, immobile Strukturen prallt. In einer Zeit, in der Städte immer dichter und Wohnraum immer knapper werdenin einer Zeit, in der sich Familienkonstellationen ständig verändern und die Entwicklung von Technologie immer schneller wird, nimmt die Stadt eine neue Funktion ein. Außenräume vermischen sich zunehmend mit privaten Räumen und Praxen; das Wissen der Bürger über ihren Stadtraum wird durch die neuen Technologien immer größer. Plötzlich können sie Teil haben! Unsere Rolle als Stadtplaner ist deswegen dassocialtecting: Die Vermittlung, Vernetzung und Verwandlung zwischen Räumen und Menschen, zwischen Heute und Morgen – um Antworten auf die komplexen Fragen unserer Zeit zu finden.  

 

Was ist Deine Vision für die Gestaltung von Stadt?   

Ich sehe in der Stadt ein riesiges Potential, um die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen. Viele Schwierigkeiten entstehen aufgrund mangelnder Kommunikation, Toleranz und Respekt. Nur durch das wiederholte Aufeinandertreffen von und Auseinandersetzen mit unterschiedlichen Menschen, Kulturen und Ansichten können diese Schwierigkeiten behoben werden – und genau das kann man nur in gut gebauten Städten tun. Eine Stadt, die für und mit Menschen gestaltet ist, bietet durch ihre Beschaffenheit eben diesen Raum für Unterschiede und ermöglicht den notwendigen Austausch. Meine Hoffnung ist, dass wir im Dia- oder Polylog, co-kreativ die nahenden Herausforderungen meistern können. Dazu möchte ich mit meiner Arbeit einen Beitrag leisten. 

 

Was ist für Dich das Besondere am co-kreativen Arbeiten mit JES? 

Co-Kreation ist viel mehr als nur gemeinsam etwas Neues schaffen. Es ist das Ablegen von Barrieren und Hemmungen. Es ist das gemeinsame Feilen an Lösungen, die die Welt oder zumindest einen Teil davon verändern können. Was in diesem Begriff und in der damit verknüpften Handlung ebenfalls enthalten ist, ist die Interdisziplinarität. Die Verbindung von co-kreativem Arbeiten und Stadtplanung ist unübersehbar, spätestens wenn der Ansatzsocialtectingcitiestogether heißt.