Justus Schuchardt

Justus erweitert die Beziehung von Stadt, Mensch und NetzÜber verschiedene digitale Kommunikationsprozesse verschafft der studierte Stadtplaner ein tieferes Verständnis für Bedürfnisse, Ideen und lokale Expertisen der BewohnerInnen. 
 

Justus Schuchardt studierte Stadtplanung in Nürtingen und Sustainable Cities an der Aalborg University in Kopenhagen. Davor machte er seinen Abschluss als Mediendesigner. In dieser vielfachen Funktion tritt er auch bei JES auf.  

Als Mitbegründer des Urban Participation Lab – eines Forums für wissensbasierte Umfragen zu urbanen Entwicklungsprojekten – bringt er seine Expertise für Stadtentwicklungsprozesse und digitale Kommunikation ein. So schafft er über verschiedene Social Media-Tools eine neue Nähe zwischen (zukünftigen) Bewohnern und Bauprojekten: Die Betroffenen können über digitale Kanäle und direkte Umfragen unmittelbar am Entstehungsprozess teilhaben. Bedürfnisse, Interessen und Meinungen werden gesammelt und in Stimmungsbilder übersetzt. Die Akzeptanz für neue Projekte steigt, eine unglaubliche (Daten)Menge an Wissen wird gesichert und das Zusammenwachsen von Architektur und Mensch weiter vorangetrieben. Ganz im Sinne von Socialtecture. 

 

Socialtecture bedeutet für mich die konkrete Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel von Soziologie und Architektur, das gerade heutzutage gebraucht wirdDenn nur so könne wir die Frage beantworten, welche gesellschaftlichen Herausforderung mit Architektur und Stadtplanung gelöst werden können – und noch viel wichtiger: wie! 

 

 

Was ist Deine Vision für die Gestaltung von Stadt?  

Gestaltung in der Stadt sollte in jedem Fall ein transformativer Prozess sein, welcher sich auf alle Bedürfnisse der Bürger anpassen lässt. Mein Beitrag konzentriert sich auf die Digitalisierung von Partizipationsprozessen. Besonders die Einbindung von jungen Zielgruppen (18-40) ist ein Muss und kann nur über neue Kanäle stattfinden. 

 

 

Was ist für Dich das Besondere am co-kreativen Arbeiten mit JES? 

Co-kreatives Arbeiten ist für mich das Werkzeug zum interdisziplinären Arbeiten. Stadtentwicklung wird immer komplexer und findet jetzt auch auf der digitalen Ebene statt. Um eine gute Kommunikation zu gewährleisten und die Bedürfnisse, Bedenken und Ideen aller Betroffenen zu berücksichtigen, braucht es ein gutes Team und eine gemeinsame Vision. Beides finde ich bei JES.