Beschleunigtes Miteinander

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AnlassDESY-Besucherzentrum 

Leistung:  Phase -1KreativDirektion 

Laufzeit: Februar 2018 – September 2019 

Kunden: DESY – Deutsches Elektronen-Synchrotron 

Verfahrensbetreuung: claussen-seggelke stadtplaner 

Architekt: HPP Architekten Hamburg  

Das Hamburger Institut DESY zählt zu den weltweit führenden TeilchenbeschleunigernDas stärkste Röntgenlicht der Welt, Rekordenergien beim Beschleunigen und der weltweit einzige Elektronen-Laser machen das Institut zu einem Magneten für GastforscherStudenten und Besucher aus aller Welt. Doch gibt es bis jetzt noch keinen räumlichen Treffpunkt für die Elite sowie Interessierte an der Physik. DESY braucht ein Besucherzentrum.  

 

JES wurde beauftragtdas neue Gebäude zu konzipieren. Das Team fragte: Was ist „typisch DESY“? Welche Aspekte des DESY-Kosmos sollen sich im neuen Gebäude darstellenWie soll das neue Haus funktionieren und wie soll es sich anfühlen? Dafür tauchte Julia Erdmann mit feinen JES-Antennen in die Welt des DESYs ein und verbrachte viel Zeit auf dem Campus. Sie führte zahlreiche Gespräche mit dem Direktorium und einzelnen Abteilungen; sie beobachtete Desyaner und Besucher. Aus den unterschiedlichen Bedürfnissen entwarf Julia Erdmann dann die neue „DNA“ des Gebäudes, definierte die Entwurfsschwerpunkte und stellte Inspirationen zur Umsetzung zusammen. 

 

Daraus entstand die Idee, einen Ort zu schaffen, an dem Forschung und Institutskultur ebenso sichtbar werden, wie sich Spitzen-PhysikerGäste, Schüler, Industrie und Politik locker und hierarchiefrei treffen können. Das DESYUM soll mehr als ein typisches Besucherzentrum sein, bei dem Gäste nur an Ausstellungsobjekten und Geschichte des Instituts vorbeirauschen. Im DESYUM werden zwar DESY-Inhalte ausgestellt, aber hands-on im direkten Austausch mit den MitarbeiterInnen und ForscherInnen. Denn hier sollen vor allem die Desyaner sich austauschen können. 

 

Das DESYUM wird so ein Ort mit starker Außenwirkung fürs DESY, aber auch großer Strahlkraft nach Innen: Es entsteht ein enger Austausch mit der Öffentlichkeit, neue Ideen und Denkansätze können diskutiert, vermittelt und weiterentwickelt werden.  

 

Dieses JES-Konzept wurde zum inhaltlichen Briefing für fünf Architekturbüros, die im Rahmen eines Bieterverfahrens Entwürfe lieferten. Ihr Fokus wurde auf die soziale Dimension gelenkt: Wie wirkt das Gebäude für alle Nutzer einladend? Wie lässt es sich innen und außen benutzen und bespielen? Wie wird das Besucherzentrum zur Visitenkarte für DESY und die zukünftige Science City Bahrenfeld? Wie sogar eine Destination in Hamburgs Reiseführern? Ein Place to go? 

 

Der Gewinner dieses Verfahrens hat die Denkanstöße von JES direkt umgesetzt und damit auch den Kunden überzeugt: HPP Architekten entwarfen das DESYUM so, dass sich die Kreisbahnen des Elektronenbeschleunigers ebenso natürlich abbilden wie Besucher, Industrie und Mitarbeiter umeinander kreisen können. Über Sitzstufen, Rampen und erhöhte Plattformen gelangen alle Besucher und Benutzer des Zentrums inAtrium. Es gibt ein Café sowie Ausstellungs– und Schulungsbereiche, die bis zu einer Plattform auf dem Dach reichen. 

 

Das DESYUM wird ein Ort des beschleunigten Miteinanders! JES!  

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