Julia Boog

Julia ist promovierte Literaturwissenschaftlerin, hat in Texten aber immer schon Räume gesehen. Mit ihrer Arbeit für JES übersetzt sie die Vitalität und Offenheit von Socialtecture in eine Socialtexture.

Julia Boog studierte in Hamburg Literatur- und Kunstwissenschaften und trieb sich schon immer mit dem Verfassen von Texten um: Ob wissenschaftlich, für Magazine (u. a. FALL, Dare, Avenue), in ihrem Blog oder für das JES-Netzwerk – wichtig sind ihr das Einfangen von Stimmungen und Ideen durch Metaphern und Wortschöpfungen, die jeder versteht. Zurzeit arbeitet sie am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) in Wien und schreibt an ihrer Habilitation zum „Wissen des Kindes“. Bei JES kümmert sie sich um die Homepage sowie Veröffentlichungen des Netzwerkes, Pressemitteilungen, Artikel und Blogeinträge – stets in der Überzeugung, dass die richtigen Worte auch die richtigen Beziehungen knüpfen. Sozial. Zwischenmenschlich. Socialtexture.

 

Socialtecture bedeutet für mich eine Struktur zu schaffen – ob nun ein wirkliches Gebäude oder ein abstraktes Gefüge –, in der jeder Mensch sich wohlfühlt. Nicht nur der Mensch, der sein Geld investiert, sondern auch derjenige, der darin lebt. Und natürlich auch derjenige, der es produziert. Das heißt: Socialtecture bedeutet für mich, vom ersten Arbeitsschritt an, ein soziales, menschenfreundliches System zu schaffen.

 

Wie willst Du die Welt verbessern?

Ich glaube, der erste Schritt ist immer Offenheit. Dass man jedem zuhört und aus den verschiedenen Bedürfnissen heraus einen Konsens bildet. Mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen, macht sie auf jeden Fall schöner!

 

Was ist für Dich das Besondere am co-kreativen Arbeiten mit JES?

Genau diese offenen Augen und Ohren. Und zwar von jedem Beteiligten. Wir kommen aus sehr unterschiedlichen Branchen und haben sehr verschiedene Ansichten und Zugänge zur Architektur. Als Texterin denke ich zum Beispiel immer in Worten und Geschichten statt in Flächen und Linien. Ich kann mir nur so verständlich machen, was ein/e ArchitektIn sich vorstellt. Zum Beispiel, indem ich sehe, welche Symboliken und Metaphern sie mit ihren Bauten schaffen. Bei JES finden meine Ideen, gerade weil sie so anders sind, immer Gehör. Das ist rar in der enorm kompetitiven Arbeitswelt. Für mich ist dieses Team dadurch schon auf dem Weg zur Weltverbesserung. Mit offenen Augen und weiten Herzen. JES!