In Forst (Lausitz) entsteht ein Ort, der die Geschichte der Stadt neu erzählt: das Forster Museum für Textil- und Industriegeschichte Lausitz – kurz: Forster. Wo einst Stoffe in alle Welt gingen, in der einstigen „deutschen Tuchstadt“ und dem „Manchester des Ostens“, entsteht ein Haus, das den Wandel der Region erlebbar macht – vom industriellen Erbe bis zur Zukunft der Lausitz.
Das denkmalgeschützte Gebäude einer ehemaligen Tuchfabrik wurde umfassend umgebaut und inhaltlich neu konzipiert. Erste Bereiche des Museums sind seit dem großen Eröffnungswochenende im November 2025 zugänglich; die vollständige Dauerausstellung soll bis Ende 2026/Anfang 2027 fertiggestellt sein. Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert.

JES Socialtecture war gemeinsam mit dem Studio für Markendesign minigram Teil dieser Transformation – vom „Brandenburgischen Textilmuseum“ hin zum neuen, selbstbewussten Forster. In einem partizipativen Prozess, unter anderem in zweisprachigen deutsch–polnischen Workshops mit Verwaltung, Museumsteam, Politik und Bürger:innen, entstand der neue Name mit einer neuen begleitenden Bezeichnung und eine Markenidentität, die tief in der Region verwurzelt ist. So wurde aus einem städtischen Ausstellungshaus ein Ort des Dialogs, der Geschichten und der Zukunft.
Hier gibt es einen sehr interessanten Beitrag aus der ARD-Mediathek zu dem neuen Museum.
Zur Teileröffnung konnten Besucher:innen den neuen Look des Museums in einem kreativen Workshop selbst erleben und anwenden – DIY statt formaler Präsentation.
JES Socialtecture begleitete den Prozess von mehreren co-kreativen Formaten in deutscher und polnischer Sprache über die gemeinsame Entwicklung der Namenslinie mit Kreativmethoden bis hin zum Marketing für das Eröffnungsjahr. minigram entwickelte ein strategisches Corporate Design, das die industrielle Architektur und Textilstrukturen des Hauses und der Gegend aufgreift, steuerte mit JES den Namensprozess und gestaltete visuelle Materialien für die Kommunikation bis zur offiziellen Eröffnung.
Forst bekommt so nicht nur ein neues Museum, sondern auch eine neue Stimme – offen, modern und den Geschichten gewidmet, die diese Stadt ausmachen.
Wir freuen uns auf die Eröffnung der Dauerausstellung!



